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Rekordproduktion und verminderte Exportquote der Sägeindustrie im ersten Quartal 2021 (20.05.2021)

Die deutschen Sägewerke begegnen der angespannten Lage am Holzmarkt mit einer Rekordproduktion und sinkenden Exportquote im ersten Quartal 2021. Der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH) betont die Bemühungen seitens der Industrie, warnt vor den Folgen der Einschlagsbeschränkungen und appelliert an die weiteren Branchenakteure, ihren Beitrag zur Entschärfung des Marktes zu leisten.

„Die Produktionssteigerungen in den ersten Monaten dieses Jahres zeigen die Bemühungen der Säge- und Holzindustrie, die hohe Nachfrage am Holzmarkt zu bedienen“, erklärt Jörn Kimmich, Präsident des DeSH, die Rekordsumme von mehr als 7 Mio. m3 Schnittholz im ersten Quartal dieses Jahres – eine Erhöhung um eine Million m3 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Entgegen weitreichender Befürchtungen ist die Exportquote in den ersten drei Monaten des Jahres weiter gesunken. Während die Ausfuhren in die USA deutlich gestiegen sind, sind die Exportmengen nach China erheblich reduziert. Der überwiegende Teil von 60 Prozent der gesamten deutschen Ausfuhren verbleibt weiterhin in den Nachbarländern innerhalb der Europäischen Union. Zum Ende des ersten Quartals konnten dem deutschen Holzmarkt so 5,8 Mio. m3 Schnittholz und damit 20 Prozent mehr als im Vorjahr zur Verarbeitung bereitgestellt werden. „Die aktuellen Zahlen zeigen die Bemühungen der Säge- und Holzindustrie den heimischen Markt mit zusätzlichen Schnittholz zu versorgen. Wir arbeiten an der Kapazitätsgrenze und versuchen diese kontinuierlich zu steigern, um den Markt zu beruhigen“, betont Kimmich weiter.

Einschlagsbeschränkungen konterkarieren Marktsituation

Die Auswirkungen der gesetzlichen Einschlagsbeschränkung für frisches Fichtenholz verschärfen die Marktsituation seit den letzten Wochen und laufen der steigenden Nachfrage zuwider: „Die Anstrengungen der Industrie durch Produktionsausweitungen zur Normalisierung des Marktgeschehens beizutragen, werden durch die Einschlagsbeschränkungen konterkariert. Eine fehlende Rohstoffversorgung wird die Produktion zwangsläufig drosseln und letzten Endes negative Auswirkungen für alle entlang der Wertschöpfungskette haben, vom Waldbesitz bis zum Handwerk. Hier muss dringend nachgebessert werden“, appelliert Kimmich. Während die Sägewerke im Laufe des Jahres mit einem Mangel an Frischholz rechnen, klagen einige Waldbesitzende bereits jetzt über Einschränkungen und Unsicherheiten, die es ihnen verwehren an den steigenden Rundholzpreisen zu partizipieren.  

Appell an alle Marktteilnehmenden

In einer gemeinsamen Erklärung wendet sich die Säge- und Holzindustrie nun an die weiteren Branchenakteure und appelliert, die Lage nicht weiter zu verschärfen. Lieferungen zurückzuhalten oder Lagerbestände aufzubauen wirkt einer Entspannung am Markt entgegen. Die Sägeindustrie arbeitet kontinuierlich an der Ausweitung ihrer Produktion für die Verwendung von Holz in Deutschland. „Wie alle möchten auch wir den deutschen Markt weiterhin stärken, auf dem alle von der Wertigkeit des einzigartigen Rohstoffs Holz profitieren. Dafür ist ein offener Dialog aller Beteiligten über langfristig angelegte Strategien unausweichlich“, fasst Kimmich zusammen.

Quelle: Deutsche Säge- und Holzindustrie

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